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      IoPT - Anliegenaufstellung

Die Methode der Identitätsorientierten Psychotraumatherapie (IoPT) ist die „Selbstbegegnung mittels des eigenen Anliegens“.

 

Die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) bezeichnet ein psychotherapeutisches Interventionsverfahren des Psychotraumatologen Franz Ruppert. Laut Ruppert steht in dessen Fokus die Identitätsentwicklung des Menschen im Kontext seiner frühen Bindungsbeziehungen. Rupperts zugrundeliegende Theorie betrachtet psychische Störungen (sowie daraus resultierende körperliche Erkrankungen) als Folge unterschiedlicher Formen früher Traumatisierungen der menschlichen Psyche.

 

IoPT ist aber nicht nur eine "Reparatur"methode zur Heilung von Traumafolgen, sondern auch eine Methode zur Entwicklung von Bewusstsein über mich, mein Leben, meine Entwicklung.

Hier noch ein Link zu einem Youtube-Video, in welchem Prof. Dr. Franz Ruppert die Anliegenmethode (Stand 2018) erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=k0WpOQ1kN80

 

siehe auch:

www.franz-ruppert.de

www.gesunde-autonomie.de

 

Traumatherapie

Von psychischem Trauma spricht man bei einem Lebensereignis, dass emotional nicht zu verkraften ist. Vor allem Kinder sind davon stark betroffen, weil sie nach der Zeugung zunächst im Mutterleib, dann nach der Geburt in Symbiose mit den Eltern, am stärksten aber verbunden mit der Mutter leben. Ihre eigene Identität und Selbständigkeit bildet sich erst im Laufe des Lebens.

Der mit dem traumatischen Ereignis (Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Vergewaltigungen, Terroranschläge, Kriegserlebnisse, Entführungen, Existenznot) verbundene Stress führt zur Erstarrung und Gefühllosigkeit. Für Kinder sind besonders schwerwiegend: Verlust eines Elternteils, Trennung der Eltern, mangelnde Empathie, Gefühllosigkeit, Aggression, sexuelle Übergriffe. Die Psyche spaltet sich auf, um überleben zu können. Dies wird im späteren Leben zum Problem. Denn die Überlebensstrategien sind entweder Depression: ich stelle mich taub, blind oder tot, um nicht aufzufallen, oder Aggression: übertriebene Leistungen erbringen, andere klein machen, um selber größer zu scheinen, immer auf Achse sein, nie zur Ruhe kommen. Diese  führen aber nie zu einem erfüllten Leben, sondern oft zur völligen Erschöpfung, Burnout, manchmal auch Selbsttötung.

Wer als Kind zum Opfer von Gewalt geworden ist, wird oft als Erwachsener zum Täter an seinen Kindern, aber auch an sich selbst. Eine Frau, die z.B. als Kind missbraucht wurde, hat ihre Gefühle abgespalten. Wenn sie ein Kind bekommt, erlebt das Kind die Mama als gefühllos und abwesend. Um in Kontakt mit Mama zu bleiben, muss sich das Kind verleugnen. Es lebt ganz im Trauma der Mama.

Trauma ist dem kognitiven Denken nicht bewußt, es wird ausgeblendet. Daher weiß man in der Regel auch nichts von seiner Existenz.

In Krisensituationen erlebt man aber durch Körperreaktionen, dass etwas nicht mit einem stimmt. Gefühlsstarre oder emotionale Überreaktionen machen dies deutlich.

Spaltung nach Traumaerfahrung hat Stress im Körper zur Folge. Dadurch wird überproportional viel des Stresshormons Cortisol produziert, das den Körper krank macht. Jede Krankheit hat eine psychische Ursache!

Um aus der Traumabiografie auszusteigen, bedarf es einer Traumatherapie. Diese ist dann wirksam, wenn durch sie die Ursachen für die innere Spaltung aufgedeckt und der Kontakt zu den eigenen Gefühlen wieder hergestellt werden. Und dies ist genau die Zielsetzung der IoPT.

Ich biete diese Methode sowohl in der Gruppe, als auch innerhalb der Einzeltherapie an.

Eine wirksame Methode, um die Ursachen für die eigenen Probleme anzuschauen, die abgespaltenen Anteile wieder zu integrieren und ein selbst bestimmtes Leben führen zu können.            

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Mein weiteres Therapieangebot